Passt gut zu Sauerkraut, Flammkuchen mit Münsterkäse, feinen Geflügelterrinen, Kabeljau in der Salzkruste oder zu einem schönen Ziegenkäse.
Reden wir Klartext
In den historischen Weinbergen von Franken erlebt die Rebsorte Sylvaner (oder "Silvaner" auf Deutsch) eine Rückkehr zu ihren Ursprüngen. Schriftliche Aufzeichnungen belegen, dass sie ursprünglich aus Österreich stammt und 1665 in Deutschland eingeführt wurde. Heute erlebt diese Rebsorte im Land eine Renaissance. Wenn der Ertrag begrenzt ist, wird der Sylvaner runder und entwickelt feine und zarte Aromen sowie eine schöne Mineralität und eine sehr angenehme Frische. Vollständig im Edelstahltank vinifiziert, um die Frische der Rebsorte zu bewahren, wird der Wein 3 Monate lang auf der Feinhefe gelagert. Er offenbart Aromen von Geißblatt, Quitte, Birne, grünem Apfel, Melone, Limette sowie kreidige und leicht rauchige Noten. Der Gaumen ist von aromatischer Frische mit einer moderaten Säure und einer schönen Textur geprägt.
Wohin reisen wir?
Franken, oder Franken im Französischen, ist ein Weinanbaugebiet im Nordwesten des historischen bayerischen Staates in Deutschland. Obwohl Bayern eher für sein Bier bekannt ist, hat Franken eine stolze Weinbautradition und ist eine der einzigartigsten Regionen des Landes. Hier gilt der Silvaner als die führende Rebsorte Frankens und als einer der wenigen Orte weltweit, wo er den Riesling übertrifft. Der Main zieht sich durch die besten Weinorte, mit nach Süden ausgerichteten Weinbergen, die seine Ufer säumen. Die vielen Nebenflüsse des Mains sind ebenfalls einflussreich und tragen dazu bei, die kalten Wintertemperaturen des Kontinentalklimas zu mildern.
Die kleine Geschichte des Landes
Deutschland
Deutschland hat eine lange und glorreiche Geschichte des Weinbaus. Die Römer legten die ersten Weinberge des Landes entlang der Mosel, in der Nähe der heutigen Stadt Trier, an. Im dritten Jahrhundert n. Chr. dehnten sich die Anbauflächen auf verschiedene benachbarte Täler aus, hauptsächlich auf die der Moselzuflüsse. Im Mittelalter hatte die christliche Kirche, insbesondere die Zisterzienser- und Benediktinerklöster, einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Weinbaus und die Produktion von Qualitätswein in Deutschland.
Deutschland war schon immer für seine hervorragenden Weißweine bekannt: leicht süß, alkoholarm, aber immer von hoher Qualität. In den letzten Jahren bevorzugten Weintrinker jedoch eher trockenere Weine. Der deutsche Markt hat sich daher entwickelt, um jedem Geschmack gerecht zu werden, mit einigen großartigen trockenen Rieslingen und anderen Weißweinsorten wie Weißburgunder, Gewürztraminer und Grauburgunder. Wärmere Sommer und mildere Winter haben auch Rosé- und Rotweine begünstigt, wobei Spätburgunder die dritthäufigst angebaute Rebsorte des Landes ist. Treffen Sie Ihre Wahl, von traditionellen Rieslingen bis hin zu großen Rotweinen, das Angebot ist breit und wird immer breiter.
Die deutsche Weinindustrie hat im 20. Jahrhundert qualitativ Federn gelassen, indem sie die Anbauflächen auf weniger günstige Standorte ausdehnte und die Erträge auf ein Niveau erhöhte, bei dem die Qualität stark beeinträchtigt wurde. Die größten deutschen Weinproduzenten waren jedoch nie ganz verloren, und seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wurden erhebliche Anstrengungen unternommen, um Deutschlands einstigen Ruhm wiederherzustellen. Die Erträge sind heute gesetzlich begrenzt, und viele führende Produzenten haben sich zusammengeschlossen, um die VDP-Vereinigung zu bilden (siehe deutsche Weinetiketten). Die Mitglieder der VDP-Vereinigung sind verpflichtet, ihre Anstrengungen auf Qualität statt auf Quantität zu konzentrieren.
Was das Volumen angeht, gehört Deutschland zu den zehn größten Weinproduzenten der Welt. Etwas mehr als 60 % des produzierten Weins sind Weißweine, und es wird weithin anerkannt, dass die Weißweine der besten Lagen und der renommiertesten Produzenten Deutschlands zu den größten der Welt gehören. Die Rotweine Deutschlands gewinnen ebenfalls an Popularität und Qualität, insbesondere die des Spätburgunders, dem lokalen Namen für Pinot Noir. Die zweitbeliebteste rote Rebsorte (zumindest was die Anbaufläche betrifft) ist der Dornfelder.