Reden wir Klartext
Der Barolo, der als einer der besten Rotweine der Welt gilt, wurde von vielen als der "König der Weine, Wein der Könige" bezeichnet. Das Barolo-Gebiet ist klein, hügelig, auf trockenem Boden mit einer einzigen Rebsorte: dem Nebbiolo. Aus biologischem Anbau stammend, ist dieser Jahrgang von Mario Giribaldi das Ergebnis jahrelanger Geduld. Der Wein reift 2 Jahre lang in französischen Eichenfässern und wird dann mindestens 1 Jahr in Flaschen in den unterirdischen Kellern des Weinguts gelagert. Der Wein zeigt eine intensive rubinrote Farbe mit orangefarbenen Reflexen, die auf die mehrjährige Reifung zurückzuführen sind. Am Gaumen finden sich rote Früchte, Erdbeere, Kirsche und Himbeeren, ergänzt durch Noten von weißem Pfeffer, Vanille, Nelken und Datteln. Die Tannine verleihen eine hervorragende Struktur und umhüllen den Gaumen. Eine feine Säure gleicht die Aromen aus, was diesem Wein eine einzigartige Eleganz verleiht. Der lange Abgang ist bemerkenswert und verlängert den Genuss.
Wohin reisen wir?
Die kleine Geschichte des Landes
Italien

Ach, Italien, was für ein wunderschönes, hedonistisches Land, Heimat der Dolce Vita, aber wie schwierig ist es doch, seine Weinorganisation zu verstehen! Der Schlüssel zum Verständnis des Appellationssystems in Italien liegt darin, es eher als mehrere kleine Länder denn als ein einziges homogenes Land zu betrachten, da jede Region ihr eigenes Appellationssystem hat. Italien kann Liebhabern dennoch eine Vielzahl von Weinen mit unterschiedlichen und einzigartigen Geschmacksrichtungen und Stilen sowie Flaschen voller Überraschungen und Kreativität bieten. Leider produziert es auch eine große Menge seelenloser und charakterloser Weine, die unter ihrem kommerziell nützlichsten und renommiertesten Namen verkauft werden: Pinot Grigio, Chianti, Valpolicella, Lambrusco, Prosecco und viele andere... Aber sprechen wir ein wenig über die Geschichte: Der Weinbau in Italien reicht bis in die Antike zurück und stammt ursprünglich aus Griechenland. Die Etrusker sollen die Weinrebe eingeführt haben, und griechische Einwanderer sollen den Rebsortenbestand verbessert und verändert haben, der dieses Land später "Oenotria" nannte: das Land des Weines. Auf dem Höhepunkt des Römischen Reiches spielte der Wein eine wichtige Rolle im täglichen Leben, und schon damals zeichneten sich bestimmte Regionen durch die Exzellenz ihrer Produkte aus. Die Römer legten auch zahlreiche Weinberge in Europa an und hinterließen so ein unauslöschliches Zeugnis ihrer Invasion. Heute ist Italien der größte Weinproduzent der Welt vor Frankreich. Italien ist in drei Klimazonen unterteilt. Die Berge im Norden haben ein eher raues Gebirgsklima. Die Ebene in der "Mitte des Stiefels" ist das Gebiet des Kontinentalklimas mit kalten Wintern und heißen, stürmischen Sommern. Im "Süden des italienischen Stiefels" herrscht mediterranes Klima mit sehr heißen und trockenen Sommern, ganz zu schweigen von den Inseln Sizilien und Sardinien. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Italien dank seiner 200 verschiedenen Rebsorten, von denen viele aus dem eigenen Land stammen, Weine von großer Vielfalt produziert. Es ist ein Land, das genauso komplex ist wie seine Weine und es verdient, erkundet zu werden!
