Reden wir Klartext
Dieser Wein stammt aus den hügeligen Gefilden der Abruzzen, an der Adriaküste Mittelitaliens, genauer gesagt aus Weinbergen, die zwischen Meer und Bergen eingebettet sind. Die Parzellen profitieren von einem durch Meeresbrisen und die kühlen Einflüsse des Gran Sasso-Massivs gemäßigten Klima, das eine schrittweise Reifung der Trauben begünstigt. Die Böden, hauptsächlich Lehm-Kalkstein, bieten eine gute Drainage und speichern gleichzeitig die notwendige Feuchtigkeit während des Sommers. Diese Kombination aus Relief, Winden und geologischer Vielfalt verleiht dem Weinberg eine ausgeprägte Persönlichkeit und einen typischen Ausdruck der Region.
Die für Pemo Montepulciano d'Abruzzo bestimmten Montepulciano-Trauben werden bei optimaler Reife geerntet, dann entrappt und schonend gepresst, bevor sie in Edelstahltanks bei kontrollierter Temperatur alkoholisch vergoren werden, mit Maischestandzeit auf den Schalen, um Farbe und Aromen zu extrahieren. Regelmäßiges Umpumpen sorgt für eine gute Extraktion, während die Frische der Frucht erhalten bleibt. Nach der Gärung reift der Wein mehrere Monate in Edelstahltanks, um sein lebendiges aromatisches Profil und seine geschmeidige Struktur zu bewahren, bevor er abgefüllt wird.
Dieser Wein offenbart Noten von Schwarzkirsche, reifer Pflaume und roten Früchten, unterstrichen von Anklängen von süßen Gewürzen und Pfeffer, ergänzt durch dezente blumige Nuancen und einen leichten Lakritz-Akzent. Am Gaumen ist die Textur geschmeidig und genussvoll, getragen von einer erfrischenden Säure und feinen Tanninen, die das Ganze strukturieren, mit einem fruchtigen und leicht würzigen Abgang, der eine schöne Trinkbarkeit zu den Speisen bietet.
Wohin reisen wir?
Abruzzen
Die geografische Zusammensetzung der Abruzzen ist durchaus bemerkenswert. Es ist eine bergige und zerklüftete Region mit einer langen Küstenlinie. Ihre grüne und üppige Landschaft ist von Nationalparks und Wäldern durchzogen. Die Abruzzen liegen ideal zwischen der Adria im Osten, dem Apenninengebirge und dem Maiella-Massiv im Westen. Es überrascht daher nicht, dass die Abruzzen ein idealer Zufluchtsort für den Weinbau sind. Die Reben gedeihen dort dank des Terroirs, der Fülle an Sonne, den reichlichen Niederschlägen und der Variabilität des Klimas. An der Küste ist es heiß und trocken, und im Landesinneren herrscht ein kontinentaleres Klima (heiß im Sommer und kalt im Winter).
Die kleine Geschichte des Landes
Italien

Ach, Italien, welch wunderschönes, hedonistisches Land, Heimat der Dolce Vita, aber wie schwierig ist es doch, seine Weinorganisation zu verstehen! Der Schlüssel zum Verständnis des italienischen Appellationssystems liegt darin, es nicht als ein homogenes Land, sondern als mehrere kleine Länder zu betrachten, denn jede Region hat ihr eigenes Appellationssystem. Italien kann Liebhabern jedoch eine Vielzahl von Weinen mit unterschiedlichen und einzigartigen Geschmacksrichtungen und Stilen sowie Flaschen voller Überraschungen und Kreativität bieten. Leider produziert es aber auch eine große Menge seelenloser und charakterloser Weine, die unter ihrem kommerziell nützlichsten und bekanntesten Namen verkauft werden: Pinot Grigio, Chianti, Valpolicella, Lambrusco, Prosecco und viele andere... Aber sprechen wir ein wenig über Geschichte: Der Weinbau in Italien reicht bis in die Antike zurück und stammt aus Griechenland. Die Etrusker sollen den Weinbau eingeführt haben, und griechische Einwanderer sollen die Rebsorten verbessert und verändert haben, woraufhin sie das Land "Oenotria" nannten: das Land des Weins. Auf dem Höhepunkt des Römischen Reiches spielte der Wein eine wichtige Rolle im täglichen Leben, und schon damals zeichneten sich einige Regionen durch die Exzellenz ihrer Produkte aus. Die Römer legten auch zahlreiche Weinberge in Europa an und hinterließen so ein unauslöschliches Zeugnis ihrer Invasion. Heute ist Italien der größte Weinproduzent der Welt vor Frankreich. Italien ist in drei Klimazonen unterteilt. Die Berge im Norden haben ein eher raues Gebirgsklima. Die Ebene in der "Mitte des Stiefels" ist das Reich des kontinentalen Klimas mit kalten Wintern und heißen, stürmischen Sommern. Im "Süden des italienischen Stiefels" herrscht mediterranes Klima mit sehr heißen und sehr trockenen Sommern, ganz zu schweigen von den Inseln Sizilien und Sardinien. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Italien dank seiner 200 verschiedenen Rebsorten, von denen viele aus dem eigenen Land stammen, eine große Vielfalt an Weinen produziert. Es ist ein Land, das genauso komplex ist wie seine Weine und es verdient, erkundet zu werden!
