Reden wir Klartext
Die Pinot Noir-Reben der Cuvée Russian River wachsen in sandigen Böden und werden nach den Prinzipien des nachhaltigen Weinbaus bewirtschaftet, wobei der Umweltschutz und der Erhalt der Artenvielfalt im Vordergrund stehen. Diese Methode ermöglicht es jeder Rebe, die essenziellen Nährstoffe des Bodens für eine optimale Entwicklung vollständig aufzunehmen. Die Trauben werden mitten in der Nacht von Hand geerntet und vollständig entrappt, anschließend erfolgt eine natürliche Gärung mit lokalen Hefen, ohne Umpumpen. Der Wein reift danach etwa zehn Monate lang auf der Hefe in Fässern, von denen 38 % neu sind, bevor er sorgfältig abgefüllt wird, ohne Schönung oder Filtration. Mit seiner tief rubinroten Farbe bietet der Russian River Pinot Noir ein intensives olfaktorisches Bouquet, dominiert von Pfeffer- und Kirscharomen, ergänzt durch zarte florale Noten. Am Gaumen zeichnet er sich durch einen außergewöhnlichen Reichtum und Harmonie aus, mit subtilen würzigen Nuancen, eingebettet in eine volle und konzentrierte Textur, die zu einem langen und komplexen Abgang führt. Diese Cuvée weist ein ausgezeichnetes Lagerpotenzial auf.
Wohin reisen wir?
Die kleine Geschichte des Landes
Vereinigte Staaten

In den USA stammen 90 % des produzierten Weins aus Kalifornien. Der Zustrom von Goldsuchern nach Kalifornien belebte die kalifornische Weinindustrie Mitte des 19. Jahrhunderts, insbesondere in den Regionen Sonoma und Napa. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es 800 Weingüter. Von 1919 bis 1933 zerstörte die Prohibition die große Mehrheit der kalifornischen Weinindustrie, sodass 1933 nur noch 140 Weingüter Wein produzierten. Erst ab 1960 begann sich die Weinindustrie von der Prohibition zu erholen, und Kalifornien war hauptsächlich für die Produktion von gespriteten Weinen (im Stil von Portwein) bekannt. In den 1960er Jahren wurden auch einige der bekanntesten Weingüter gegründet (Mondavi, Heitz Wine Cellars, Stag's Leap Wine Cellars, etc.). 1976 ereignete sich ein einschneidendes Ereignis: der legendäre Weinverkostungswettbewerb, besser bekannt als das „Urteil von Paris“. Dabei traten die größten französischen Weine gegen die neuen amerikanischen Herausforderer an. Am 24. Mai erschütterte ein unerwartetes Ergebnis die Weinwelt, da sich zur Überraschung aller die Vereinigten Staaten durchsetzten. Dieser Wettbewerb ist der breiten Öffentlichkeit jedoch immer noch ziemlich unbekannt. Heute steht außer Frage, dass die Vereinigten Staaten großartige Weine produzieren. Auch wenn Kalifornien mit seinen ausgezeichneten Zinfandels den Ruf der amerikanischen Weine weitgehend monopolisiert, produziert der Bundesstaat Oregon einige der besten Spätburgunder der Welt, und der Bundesstaat Washington bietet exzellente Chardonnay, Merlot und Cabernet-Sauvignon.
