Reden wir Klartext
Das Weingut Giuseppe Quintarelli liegt im Herzen der Valpolicella Classica, nördlich von Verona, und erstreckt sich über sanfte Hügel, die das Negrar-Tal überblicken. Die Rebstöcke für diesen Amarone stammen von Terrassenparzellen, die hauptsächlich nach Südwesten ausgerichtet sind. Sie wachsen auf kalkhaltigen und basaltischen Böden, die reich an Steinen sind und für eine hervorragende Drainage sorgen. Das Klima wird durch den Einfluss des Gardasees und den Schutz der Voralpen gemildert, was eine langsame und vollständige Reifung der Trauben vor dem traditionellen Trocknungsprozess (Passerillage) ermöglicht.
Die Trauben werden bei perfekter Reife von Hand geerntet und anschließend einer langen Trocknungsphase auf Holzgestellen unterzogen, um Konzentration und aromatische Komplexität zu fördern. Nach einer sorgfältigen Auswahl werden die Beeren entrappt und die Fermentation verläuft langsam, mit langen Mazerationszeiten, die eine tiefe Extraktion von Farbe und Tanninen ermöglichen. Der Wein reift dann viele Jahre in großen Eichenfässern, wo er allmählich verfeinert wird und an Textur, Harmonie und Tiefe gewinnt, bevor er auf dem Weingut Giuseppe Quintarelli abgefüllt wird.
Dieser Wein offenbart Noten von konfierter Schwarzkirsche, getrockneter Pflaume und Feige, ergänzt durch florale Anklänge von verwelkter Veilchen und getrockneter Rose sowie würzige Nuancen von Pfeffer, Lakritz und Nelke. Holzige Akzente von Kakao, süßem Tabak und Vanille vermischen sich mit einer subtilen balsamischen Dimension. Der Gaumen ist voll und samtig, getragen von feinen Tanninen, einer frischen Säure, die den Reichtum ausgleicht, und einem langen, warmen und geschmackvollen Abgang.
Wohin reisen wir?
Valpolicella
Valpolicella ist eine historische Weinregion Venetiens, nördlich von Verona zwischen dem Gardasee und den Voralpen gelegen. Der Name bedeutet auf Lateinisch "Tal der vielen Keller" und zeugt von einem tausendjährigen Weinerbe. Dieses Gebiet profitiert von einem gemäßigten Kontinentalklima, das durch den mäßigenden Einfluss des Gardasees und kühle Brisen von den Alpen gemildert wird. Die Weinberge erstrecken sich über gut exponierte Kalk- und Basalthänge. Die Region baut hauptsächlich Corvina an, ergänzt durch Rondinella und Molinara, um eine Palette bemerkenswerter Weinstile zu produzieren: vom leichten und fruchtigen Valpolicella Classico über den kräftigen Amarone della Valpolicella aus getrockneten Trauben bis hin zum Ripasso und dem süßen Recioto. Diese Weine zeichnen sich durch ihre Aromen von Kirsche und Gewürzen sowie ihre Fähigkeit aus, Fülle und Eleganz zu vereinen.
Die kleine Geschichte des Landes
Italien

Ach, Italien, welch wunderschönes, hedonistisches Land, das Land des Dolce Vita, aber wie schwierig ist es, seine Weinorganisation zu verstehen! Der Schlüssel zum Verständnis des italienischen Appellationssystems liegt darin, es als mehrere kleine Länder statt als ein einziges homogenes Land zu betrachten, da jede Region ihr eigenes Appellationssystem hat. Italien kann den Liebhabern jedoch eine Vielzahl von Weinen mit verschiedenen und einzigartigen Geschmacksrichtungen und Stilen sowie Flaschen voller Überraschungen und Kreativität bieten. Leider produziert es aber auch eine große Menge an seelenlosen und charakterlosen Weinen, die unter ihrem kommerziell nützlichsten und renommiertesten Namen verkauft werden: Pinot Grigio, Chianti, Valpolicella, Lambrusco, Prosecco und viele andere... Aber sprechen wir ein wenig über die Geschichte: Der Weinbau in Italien reicht bis in die Antike zurück und stammt ursprünglich aus Griechenland. Die Etrusker sollen den Weinbau eingeführt und griechische Einwanderer den Rebsortenbestand verbessert und verändert haben, die dieses Land später "Oenotria" nannten: das Land des Weins. Auf dem Höhepunkt des Römischen Reiches spielte Wein eine wichtige Rolle im Alltag, und bereits damals zeichneten sich bestimmte Regionen durch die Exzellenz ihrer Produkte aus. Die Römer legten auch viele Weinberge in Europa an und hinterließen so ein unauslöschliches Zeugnis ihrer Invasion. Heute ist Italien vor Frankreich der größte Weinproduzent der Welt. Italien ist in drei Klimazonen unterteilt. Die Berge des Nordens haben ein eher raues Gebirgsklima. Die Ebene in der "Mitte des Stiefels" ist das Gebiet des Kontinentalklimas mit kalten Wintern und heißen, stürmischen Sommern. Im "Süden des italienischen Stiefels" herrscht das Mittelmeerklima mit sehr heißen und trockenen Sommern, nicht zu vergessen die Inseln Sizilien und Sardinien. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Italien dank seiner 200 verschiedenen Rebsorten, von denen viele aus seinen eigenen Böden stammen, eine große Vielfalt an Weinen produziert. Es ist ein Land, das so komplex ist wie seine Weine, die es zu entdecken gilt!
