Reden wir Klartext
Der Barolo Bussia vom Weingut Giacomo Fenocchio stammt aus der prestigeträchtigen Lage Bussia, die sich in der Gemeinde Monforte d’Alba im Herzen der Langhe im Piemont befindet. Die Reben wurzeln an gut exponierten Hängen in mittleren Höhenlagen in Mergel-Kalk-Böden, die reich an Ton und Sand sind und eine langsame und vollständige Reifung des Nebbiolo begünstigen. Dieses historische Terroir mit gut belüfteten Hängen bietet strukturierte, tiefe und elegante Weine, die emblematisch für die Barolo-Tradition dieser renommierten Gegend sind.
Die Weinlese erfolgt manuell, mit einer strengen Selektion der Trauben im Weinberg. Nach sorgfältigem Abbeeren erfolgt die alkoholische Gärung in Edelstahltanks mit einer langen traditionellen Mazeration auf den Schalen, begleitet von regelmäßigen Remontagen und Délestagen, um Farbe und Struktur zu extrahieren. Die malolaktische Gärung findet anschließend im Tank statt, gefolgt von einer langen Reifung in großen slawonischen Eichenfässern, um den reinen Ausdruck des Nebbiolo und den klassischen Charakter der Lage ohne übermäßige Holzprägung zu bewahren.
Dieser Wein offenbart Noten von reifen roten Früchten, Schwarzkirsche und Pflaume, ergänzt durch blumige Anklänge von Rose und Veilchen sowie würzige Nuancen von Lakritz und Pfeffer. Man nimmt auch einen feinen holzigen Register und eine subtile mineralische Dimension wahr. Am Gaumen ist die Materie reichhaltig und tief, getragen von einer lebhaften Säure, festen, aber geschliffenen Tanninen und einem langen, anhaltenden Abgang, der die Finesse und Komplexität des Nebbiolo unterstreicht.
Wohin reisen wir?
Piemont
Eine der besten Möglichkeiten, das Piemont kennenzulernen, ist durch seine Weine. Begeben Sie sich auf eine Reise durch die Region und entdecken Sie eine ganze Bandbreite an Stilen: kräftige Rotweine mit großem Lagerungspotenzial, trockene und delikate Weißweine oder auch süße und schäumende Weine wie den Moscato d'Asti. Falls Sie es noch nicht wussten, das Piemont ist eine der renommiertesten Weinregionen Italiens. Die Region Piemont liegt im Nordwesten Italiens. Die geografische Lage des Piemonts macht es einzigartig, da es auch eine Grenze zu Frankreich und der Schweiz teilt. Es ist somit eine der einzigen Regionen Italiens, die beide Länder berührt. Das Piemont ist aufgrund seiner alpinen Umgebung eine Bergregion mit weiten Hügelgebieten und einer vielfältigen Landschaft. Obwohl die Sommerbedingungen für die Weinproduktion zwischen dem Piemont und der Region Bordeaux ähnlich sind, hat das erstere in den Wintermonaten viel kältere Temperaturen und deutlich weniger Niederschlag das ganze Jahr über, dank des Regenschirmeffekts der Alpen.
Die kleine Geschichte des Landes
Italien

Ach, Italien, welch wunderschönes, hedonistisches Land, das Volk des Dolce Vita, aber wie schwierig ist es doch, seine Weinorganisation zu verstehen! Der Schlüssel zum Verständnis des Appellationssystems in Italien ist, es nicht als ein homogenes Land, sondern als mehrere kleine Länder zu betrachten, denn jede Region hat ihr eigenes Appellationssystem. Italien kann Liebhabern jedoch eine Vielzahl von Weinen mit unterschiedlichen und einzigartigen Geschmacksrichtungen und Stilen sowie Flaschen voller Überraschungen und Kreativität bieten. Leider produziert es aber auch eine große Menge an seelenlosen und charakterlosen Weinen, die unter ihrem nützlichsten und kommerziell renommiertesten Namen verkauft werden: Pinot Grigio, Chianti, Valpolicella, Lambrusco, Prosecco und viele andere... Aber sprechen wir ein wenig über die Geschichte: Der Weinbau in Italien reicht bis in die Antike zurück und stammt ursprünglich aus Griechenland. Die Etrusker sollen den Weinbau eingeführt haben, und griechische Einwanderer sollen die Rebsorten verbessert und verändert haben, die dieses Land später "Oenotria" nannten: das Land des Weins. Auf dem Höhepunkt des Römischen Reiches spielte Wein eine wichtige Rolle im täglichen Leben, und bereits damals zeichneten sich einige Regionen durch die Exzellenz ihrer Produkte aus. Die Römer legten auch zahlreiche Weinberge in Europa an und hinterließen so ein unauslöschliches Zeugnis ihrer Invasion. Heute ist Italien der größte Weinproduzent der Welt vor Frankreich. Italien ist in drei Klimazonen unterteilt. Die Berge des Nordens haben ein recht raues Gebirgsklima. Die Ebene in der "Mitte des Stiefels" ist das Gebiet des Kontinentalklimas mit kalten Wintern und heißen, stürmischen Sommern. Im "Süden des italienischen Stiefels" herrscht mediterranes Klima mit sehr heißen und sehr trockenen Sommern, nicht zu vergessen die Inseln Sizilien und Sardinien. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Italien dank seiner 200 verschiedenen Rebsorten, von denen viele aus seinen Böden stammen, eine große Vielfalt an Weinen produziert. Es ist ein Land, das so komplex ist wie seine Weine und es verdient, erkundet zu werden!
