Reden wir Klartext
Das Anwesen erstreckt sich über 400 Hektar am Nordhang von Montalcino (50 km südlich von Siena), davon sind nur 13 Hektar dem Weinanbau gewidmet, ausschließlich Sangiovese Grosso. Im Zentrum des Anwesens befindet sich die Burg, die 1441 von der Familie Tricerchi fertiggestellt wurde und heute im Besitz der Familie Squarcia, deren direkter Nachfahren, ist. Die Weinberge umgeben die Burg und bestehen aus 7 verschiedenen Parzellen. Die Zusammensetzung des Bodens, lehmig-kalkig und sandig, sowie die Exposition garantieren eine Reifung der Trauben mit großer Ausgewogenheit.
Die Weinberge wachsen auf lehmig-kalkigen und sandigen Böden und die Exposition garantiert eine perfekte Reifung der Trauben. Die für den Brunello bestimmten Weinberge (Parzellen Vigna del Castello & Vigna del Velo) liegen auf 290 m Höhe, ausschließlich an den Nord-/Nordwesthängen des Anwesens, die sich durch kühlere Temperaturen und große Temperaturunterschiede auszeichnen. Die Handlese erfolgt Anfang Oktober. Die Gärung erfolgt mit einheimischen Hefen, gefolgt von einer langen Mazeration von 30 Tagen in Edelstahltanks bei kontrollierter Temperatur. Anschließend erfolgt der Ausbau in Fudern von 15 bis 20 hl für eine Mindestdauer von 26 Monaten, gefolgt von 8 Monaten in der Flasche. Der Wein hat eine klare und intensive rubinrote Farbe. Dieser Wein offenbart Aromen von reifen Kirschen, Blutorangen, Erdbeermarmelade, roter Pflaume, Lorbeer, Thymian, Leder, Graphit und Waldnuancen. Am Gaumen ist er rassig, intensiv und strukturiert. Die Tannine sind seidig und elegant, mit einer feinen Säure, die eine schöne Entwicklung verspricht.
Wohin reisen wir?
Toskana
Die Toskana liegt in Mittelitalien und ist die berühmteste aller italienischen Weinregionen. Dies verdankt sie ihrer glamourösen Landschaft mit endlosen Hügeln, von Zypressen gesäumten Landstraßen und typischen Dörfern, die auf den sanften Tälern thronen. Doch auch ohne all dies ist die Toskana für ihre außergewöhnlichen Weine bekannt, die auf ikonischen Weinen wie Chianti, Brunello di Montalcino und Vino Nobile di Montepulciano basieren. Das Klima ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg dieser Region als Weinregion. Warme und gemäßigte Küstengebiete kontrastieren mit den Binnengebieten (insbesondere den Hügeln, für die die Region berühmt ist), wo niedrigere Nachttemperaturen dazu beitragen, das Gleichgewicht von Zucker, Säure und Aroma der Trauben zu erhalten. Sangiovese, die rote Star-Traube der Toskana, ist eine Rebsorte, die in diesen Weinbergen besonders gut wächst und die größten Weine des Landes hervorbringt.
Die Unterregion: Montalcino
Montalcino ist eine italienische Gemeinde mit etwa 5.200 Einwohnern im Süden der Toskana, die für ihre Produktion von Qualitätsweinen, darunter der berühmte Brunello di Montalcino, bekannt ist. Das Klima von Montalcino gehört zu den wärmsten und trockensten in der Toskana. Das Erreichen der vollen Reife ist daher selten ein Problem für die Winzer. In guten Jahren reifen die Sangiovese-Trauben bis zu einer Woche früher als die des nahegelegenen Chianti und Montepulciano. Natürlich variieren die Mikroklimata zwischen den verschiedenen Weinbergen je nach ihrer Ausrichtung. Trauben, die an Nordhängen angebaut werden, reifen tendenziell langsamer, was zu Weinen mit feinerem Stil führt. An Süd- und Westhängen hingegen sind die Trauben intensiver Sonneneinstrahlung und kühlen Meeresbrisen ausgesetzt, was zu komplexeren und kräftigeren Weinen führt.
Die kleine Geschichte des Landes
Italien

Ach, Italien, was für ein wunderschönes, hedonistisches Land, Heimat der Dolce Vita, aber wie schwierig ist es doch, seine Weinstruktur zu verstehen! Der Schlüssel zum Verständnis des italienischen Appellationssystems liegt darin, es eher als eine Ansammlung kleiner Länder denn als ein homogenes Land zu betrachten, da jede Region ihr eigenes Appellationssystem hat. Italien kann Liebhabern jedoch eine Vielzahl von Weinen mit unterschiedlichen und einzigartigen Geschmacksrichtungen und Stilen sowie Flaschen voller Überraschungen und Kreativität bieten. Es produziert leider auch eine große Menge seelenloser und charakterloser Weine, die unter ihren nützlichsten und kommerziell renommiertesten Namen verkauft werden: Pinot Grigio, Chianti, Valpolicella, Lambrusco, Prosecco und viele andere... Aber sprechen wir ein wenig über die Geschichte: Der Weinbau in Italien reicht bis in die hohe Antike zurück und stammt aus Griechenland. Die Etrusker sollen die Rebe eingeführt haben, und griechische Einwanderer sollen die Rebsorten verbessert und modifiziert haben, die das Land später "Oenotria" nannten: das Land des Weines. Auf dem Höhepunkt des Römischen Reiches spielte Wein eine wichtige Rolle im täglichen Leben, und bereits damals zeichneten sich einige Regionen durch die Exzellenz ihrer Produkte aus. Die Römer legten auch zahlreiche Weinberge in Europa an und hinterließen so ein unauslöschliches Zeugnis ihrer Invasion. Heute ist Italien der größte Weinproduzent der Welt, noch vor Frankreich. Italien ist in drei Klimazonen unterteilt. Die Berge im Norden haben ein ziemlich raues Gebirgsklima. Die Ebene in der "Mitte des Stiefels" ist das Gebiet des Kontinentalklimas mit kalten Wintern und heißen, stürmischen Sommern. Im "Süden des Stiefels" Italiens herrscht das Mittelmeerklima mit sehr heißen und sehr trockenen Sommern, nicht zu vergessen die Inseln Sizilien und Sardinien. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Italien dank seiner 200 verschiedenen Rebsorten, von denen viele aus dem eigenen Land stammen, Weine von großer Vielfalt produziert. Es ist ein Land, das genauso komplex ist wie seine Weine und es verdient, erkundet zu werden!
