Kastilien und León
Kastilien und León ist die größte der 17 spanischen Verwaltungsregionen und bedeckt etwa ein Fünftel der gesamten Landesfläche. Sie erstreckt sich über rund 350 Kilometer, vom Zentrum Spaniens bis zur Nordküste, und verbindet das Weinanbaugebiet Rioja mit der Grenze zu Portugal. Klimatisch hat Kastilien und León trotz der Nähe zum Atlantik einen bemerkenswert starken kontinentalen Charakter. Heiße, trockene Sommer werden von harten, kalten Wintern abgelöst, in denen die Temperaturen regelmäßig weit unter den Gefrierpunkt fallen. Genauso ausgeprägt sind die Temperaturwechsel im Tagesverlauf, die eine wesentliche Rolle für den Stil der lokalen Weine spielen. Kühne Nächte erfrischen die Weinberge nach langen heißen Tagen.
Die Unterregion: Ribera del Duero
Ribera del Duero ist eine bedeutende Weinregion in Kastilien und León im Norden Spaniens. Ihr Ruf ist zu einem großen Teil auf die hohe Qualität ihrer Rotweine zurückzuführen, die hauptsächlich aus Tempranillo-Trauben hergestellt werden. Ribera del Duero liegt auf dem nördlichen Plateau der Iberischen Halbinsel in 800 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Ribera del Duero bedeutet "Ufer des Duero", ein Fluss, der die Region in zwei Teile teilt. Er versorgt die lokalen Weinberge auch mit einer dringend benötigten Wasserversorgung. Die Binnenlage der Region, zusammen mit den schützenden Effekten der Bergketten der Sierra de la Demanda und der Sierra de Guadarrama, schafft ein extremes Klima. Heißen, trockenen Sommern folgen harte Winter.