Reden wir Klartext
Die Bodega Valdrinal ist der wahrgewordene Traum von David Cuéllar, dem Nachfahren einer alteingesessenen Winzerfamilie aus der Region Ribera del Duero. Seine 25 Hektar Tempranillo-Reben liegen auf 1000 Metern Höhe und sind damit die höchstgelegenen der gesamten Region. Das Hauptziel war schon immer, qualitativ hochwertige Weine in kleinen Mengen zu produzieren. Diese Lage verleiht den Früchten eine wunderbare Säure, die ihren Ursprung in den starken Temperaturkontrasten hat. Sie ist auch ein Garant für eine langsamere Reifung, die Weine von größerer Komplexität und nuancenreichem Geschmack hervorbringt. Mit dieser Cuvée zollt David seinen Vorfahren, Winzern von Vater zu Sohn, Tribut. Die Ernte wird von Hand sorgfältig ausgewählt und sortiert, um die besten Trauben zu erhalten. Nach der Gärung reift der Wein 12 Monate in französischen Eichenfässern. Das Ergebnis ist ein strukturierter Wein mit würziger Nase. Er offenbart Noten von roten Früchten wie Kirsche, Erdbeermarmelade, Johannisbeeren oder auch Granatapfel. Danach folgen Brombeere, Cassis, Pflaume, orientalische Gewürze, Tabak und Kakao. Am Gaumen ist er schmackhaft und ausdrucksstark, wobei er ein Gleichgewicht zwischen Säure, Alkohol und reifen Tanninen erreicht.
Wohin reisen wir?
Die kleine Geschichte des Landes
Spanien

Die Geschichte des Weins in Spanien ist so alt, dass niemand wirklich weiß, wer die ersten Reben in die Region brachte. Als die Phönizier vor etwa 3.000 Jahren ankamen und die heutigen Städte Cádiz und Jerez gründeten, war der Weinbau gut etabliert und spanische Weine wurden im gesamten Mittelmeerraum und in Nordafrika weithin vermarktet. Man könnte sagen, Spanien ist ein Weinwunder. Nach Jahren des Abseits von der Welt der großen Weine ist es heute ein wichtiger Akteur. Investitionen und Ehrgeiz in den Weinbergen und Kellereien führen zu immer reichhaltigeren, komplexeren (oft sehr alkoholreichen) und würzigen Rotweinen, die bei internationalen Verbrauchern zunehmend beliebt sind. Spanien ist stolz darauf, mehr Rebflächen als jedes andere Land zu besitzen, und beginnt erst jetzt, diese Ressource konsequent zu nutzen. Spanien ist ein anarchisches Gewirr von Regionen und Unterregionen, so wie seine Landschaft ein anarchisches Gewirr von unglaublich rauen Landschaften ist. Ein Blick auf eine Karte zeigt die klimatische Vielfalt zwischen den vielen spanischen Weinregionen, von den grünen, durchnässten Weinbergen Galiciens an der nordatlantischen Küste bis zu den sonnenverbrannten Weinbergen des südöstlichen Mittelmeerraums. Die rettende Gnade Spaniens, was den Weinbau betrifft, ist die durchschnittliche Höhe seiner Weinberge von über 600 Metern. Ein Großteil der spanischen Weinberge schafft es daher, Trauben von guter Farbe und Säure zu produzieren, einfach weil die Nachttemperaturen relativ niedrig sind und die Trauben erst nach einer ausreichend langen Vegetationsperiode reifen. Aber es gibt einen wahren Schatz zu finden für diejenigen, die bereit sind, zu graben, und jetzt, da sich in Spanien eine Klasse von Kennern entwickelt hat, haben alle Arten von ehrgeizigen Investoren ihren Teil dazu beigetragen, das Image des spanischen Weins zu verändern. Heute hat eine neue Generation von Winzern leise begonnen, spektakuläre Weine zu kreieren und mit Rebsorten zu experimentieren, die noch vor kurzem undenkbar gewesen wären. Wein bleibt ein wichtiges Gut und ein fester Bestandteil der spanischen Kultur.
