Reden wir Klartext
Die Arneis (oder Nebbiolo bianco) ist eine alte weiße Rebsorte aus dem Piemont in Italien, die Anfang der 70er Jahre fast verschwunden war und in den 80er Jahren ein Comeback feierte. Aus einem biologischen Weinberg auf 400 Metern Höhe stammend, reifte dieser Wein 90 Tage auf Feinhefe, um mehr Komplexität zu entwickeln. Mit diesem Cuvée präsentiert uns Mario Giribaldi einen schönen Ausdruck der Rebsorte, bestehend aus Noten von weißen Blüten und Geißblatt, Aromen von grünem Apfel, Birne, Melone, Pfirsich und Mandel. Am Gaumen ist er vollmundig mit einer schönen Fülle, die man fast mit der Frische der fruchtigen Aromen vergessen könnte. Die Lebendigkeit und die Genussfreude koexistieren perfekt und sorgen für Harmonie und Länge.
Wohin reisen wir?
Die kleine Geschichte des Landes
Italien

Ach, Italien, was für ein wunderschönes, hedonistisches Land, das Land des Dolce Vita, aber wie schwierig ist es, seine Weinorganisation zu verstehen! Der Schlüssel zum Verständnis des italienischen Appellationssystems liegt darin, es eher als mehrere kleine Länder denn als ein homogenes Land zu betrachten, da jede Region ihr eigenes Appellationssystem hat. Italien kann Liebhabern dennoch eine Vielzahl von Weinen mit unterschiedlichen und einzigartigen Geschmacksrichtungen und Stilen sowie Flaschen voller Überraschungen und Kreativität bieten. Leider produziert es auch eine große Menge seelenloser und charakterloser Weine, die unter ihren kommerziell nützlichsten und renommiertesten Namen verkauft werden: Pinot Grigio, Chianti, Valpolicella, Lambrusco, Prosecco und viele andere... Aber reden wir ein wenig über die Geschichte: Der Weinbau in Italien reicht bis in die höchste Antike zurück und stammt aus Griechenland. Die Etrusker sollen die Rebe gepflanzt haben, und griechische Einwanderer sollen den Rebsortenbestand verbessert und verändert haben, die dieses Land später "Oenotria" nannten: das Land des Weins. Auf dem Höhepunkt des Römischen Reiches spielte der Wein eine wichtige Rolle im Alltag, und schon damals zeichneten sich einige Regionen durch die Exzellenz ihrer Produkte aus. Die Römer pflanzten auch zahlreiche Weinberge in Europa an und hinterließen so ein unauslöschliches Zeugnis ihrer Invasion. Heute ist Italien der größte Weinproduzent der Welt vor Frankreich. Italien ist in drei Klimazonen unterteilt. Die Berge im Norden haben ein eher raues Gebirgsklima. Die Ebene in der "Mitte des Stiefels" ist das Gebiet des Kontinentalklimas mit kalten Wintern und heißen, stürmischen Sommern. Im "Süden des italienischen Stiefels" herrscht das Mittelmeerklima mit sehr heißen und sehr trockenen Sommern, nicht zu vergessen die Inseln Sizilien und Sardinien. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Italien dank seiner 200 verschiedenen Rebsorten, von denen viele aus seinen Böden stammen, Weine von großer Vielfalt produziert. Es ist ein Land, das genauso komplex ist wie seine Weine und es verdient, erkundet zu werden!
