Sine Qua Non ist ohne jeden Zweifel der wohl „kultigste“ Erzeuger in ganz Kalifornien. Seine Weine sind äußerst rar, sie werden nur in kleinen Mengen erzeugt, manchmal sind es nur einige wenige Barriques. Es versteht sich von selbst, dass man sich auf eine Warteliste setzen lassen muss, um sie überhaupt zu bekommen. Eine weitere wichtige Besonderheit ist, dass das Weingut dem unkonventionellen österreichischen Künstler und Gastronomen Manfred Krakl gehört. Krakl gründete das Weingut im Jahr 1994 gemeinsam mit seiner Frau Elaine in Ventura, Kalifornien, einer Stadt, die eine Stunde nördlich von Los Angeles liegt. Jeder Wein erzählt eine Geschichte, trägt einen anderen Namen und ein einzigartiges Etikett, das selbstverständlich von Manfred selbst gestaltet wird.
Jeb Dunnuck – bewertet mit 100:
„Beginnen wir mit dem Weißen: Der 2019 Distenta I White ist pure Perfektion, und heute kommt kein feinerer Weißwein aus Kalifornien … Er verbrachte 23 Monate in zu 64 % neuer französischer Eiche. Er bietet ein himmlisches Bouquet von karamellisierten Orangen, Röstbrot, honigsüßen Zitrusfrüchten und Marzipan. Daraus ergibt sich ein vollmundiger, tiefer und konzentrierter Weißer von unglaublicher Intensität und Tiefe, der jedoch nie schwer oder aufdringlich wirkt und perfekt ausgewogen ist. Diese Weine sind für ihre brillante Reifefähigkeit bekannt, aber auch wer sie jung trinkt, macht nichts falsch. Ich weiß, dass Krankls Rote alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen, doch er erzeugt weiterhin brillante, glänzende trockene Weißweine“
Wine Advocate (Robert Parker) – bewertet mit 99:
Der 2019 Distenta 1 Weißwein ist eine atemberaubende, einzigartige Assemblage … Die Trauben stammen überwiegend aus den Weinbergen des Weinguts: 46 % Eleven Confessions, 32 % Cumulus und 7 % The Third Twin. Nur 15 % Chardonnay aus dem Weinberg Bien Nacido im Santa Maria Valley sind enthalten – 2019 ist der letzte Jahrgang, in dem Trauben von außerhalb des Weinguts in die Assemblage einfließen. Er wurde im Fass vergoren und rund 23 Monate auf der Hefe in zu 64 % neuen französischen Eichenfässern, Puncheons und Demi-Muids ausgebaut und vor der Abfüllung nur ein einziges Mal abgestochen. Manfred Krankl schätzt besonders das über 150 Jahre alte Holz, aus dem der österreichische Küfer Stockinger seine Dauben fertigt. Der 2019er Weiße bietet hochintensive Aromen mit Schichten von Pfirsich, Kiwi, Kerzenrauch, Petrol und grünen Kräutern. Der vollmundige Gaumen ist konzentriert, schmackhaft und vielschichtig, mit zahlreichen verführerischen würzigen Akzenten. Was diesen Wein wirklich auszeichnet, ist seine volle, satinartige Textur, die über den Gaumen bis in einen äußerst langen Abgang gleitet. Krankl merkt an, dass die Bâtonnage der Hefe zur Textur dieses Weins beiträgt und dass die Ansammlung von Hefe in den Fässern den Charakter der neuen Eiche besser einbindet. „Die Beeren des Petit Manseng sind sehr klein und die Schale ist sehr dick“, fügt er hinzu, „was ebenfalls zur Textur beiträgt.“