Reden wir Klartext
Montecrocetta ist ein 33 Hektar großes Weingut zwischen Gambellara und Soave in der Region Venetien. Die Cuvée Argione ist eine Assemblage aus 75% Cabernet Sauvignon und 25% Cabernet Franc. Dieser Wein ist eigentlich ein Amarone della Valpolicella, aber er wird mit anderen Rebsorten aus der Region Vicenza und auf einem Terroir vulkanischen Ursprungs hergestellt. Die Trauben werden von Hand geerntet und sorgfältig ausgewählt. Sie werden
in Holzkisten gelegt und etwa anderthalb Monate getrocknet, dann gepresst und vergoren. Der Wein reift anschließend 18 Monate in alten Eichenfässern und wird unfiltriert abgefüllt. Dieser Wein offenbart wunderschöne Noten von Pflaume, Dörrpflaume, konzentrierten dunklen Früchten, Kirsche, schwarzem Pfeffer, Leder, getrockneten Blumen, Anis, Lakritze, Zimt und süßen Gewürzen. Die Tannine sind subtil, der Gaumen ist schmackhaft und samtig. Er ist ausgewogen wie ein Amarone della Valpolicella, mit aromatischer Frische und großer Geschmeidigkeit.
Wohin reisen wir?
Die kleine Geschichte des Landes
Italien

Ah, Italien, welch wunderschönes, hedonistisches Land, Heimat der Dolce Vita! Doch wie schwierig ist es, seine Weinbauorganisation zu verstehen! Der Schlüssel zum Verständnis des Appellationssystems in Italien liegt darin, es als mehrere kleine Länder statt als ein einziges homogenes Land zu betrachten, da jede Region ihr eigenes Appellationssystem hat. Italien kann Liebhabern dennoch eine Vielzahl von Weinen mit unterschiedlichen und einzigartigen Geschmacksrichtungen und Stilen sowie Flaschen voller Überraschungen und Kreativität bieten. Leider produziert es aber auch eine große Menge seelenloser und charakterloser Weine, die unter ihrem nützlichsten und kommerziell bekanntesten Namen verkauft werden: Pinot Grigio, Chianti, Valpolicella, Lambrusco, Prosecco und viele andere... Aber sprechen wir ein wenig über die Geschichte: Der Weinbau in Italien reicht bis in die höchste Antike zurück und stammt aus Griechenland. Die Etrusker sollen den Weinbau eingeführt haben, und griechische Einwanderer sollen den Rebbestand verbessert und verändert haben, die dieses Land später "Oenotria" nannten: das Land des Weins. Auf dem Höhepunkt des Römischen Reiches spielte Wein eine wichtige Rolle im Alltag, und bereits damals zeichneten sich bestimmte Regionen durch die Exzellenz ihrer Produkte aus. Die Römer legten auch zahlreiche Weinberge in Europa an und hinterließen so ein unauslöschliches Zeugnis ihrer Invasion. Heute ist Italien der größte Weinproduzent der Welt, noch vor Frankreich. Italien ist in drei Klimazonen unterteilt. Die Berge im Norden haben ein ziemlich raues Gebirgsklima. Die Ebene in der "Mitte des Stiefels" ist das Gebiet des Kontinentalklimas mit kalten Wintern und heißen, stürmischen Sommern. Im "Süden des italienischen Stiefels" herrscht mediterranes Klima mit sehr heißen und sehr trockenen Sommern, ganz zu schweigen von den Inseln Sizilien und Sardinien. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Italien dank seiner 200 verschiedenen Rebsorten, von denen viele aus seinen Böden stammen, eine große Vielfalt an Weinen produziert. Es ist ein Land, das ebenso komplex ist wie seine Weine und es verdient, erkundet zu werden!
