Sebestyen - Ivan Stierblut - 2019

Ungarn

Stier Ivan 2019 Sebestyen
Ab 33,80 €

Ungarischer Wein

Le point de vue du Baroudeur

Die Römer waren es, die die ersten Rebstöcke in einer Zeit pflanzten, als das Land Teil einer Region namens Pannonien war. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als Ungarn mit Österreich vereinigt war, sorgte es für den Export seines bekanntesten Weins in ganz Europa: des Tokaj (aus der Rebsorte Fürmint). Wie in ganz Europa wurde der Weinbau im 19. Jahrhundert durch die Reblaus zerstört. Während der kommunistischen Zeit wurden die Weinberge in Genossenschaften verwaltet, was den Weinproduzenten ein stabiles Einkommen garantierte. Viele kleine Winzer konnten dieser wachsenden Wirtschaft nicht folgen, so dass der ungarische Weinbau umstrukturiert wurde und dabei 30% seiner Fläche verlor. Heute sind viele Familienweingüter erfolgreich, einige davon produzieren Weine von unglaublicher Qualität. Wie überall in Europa befindet sich der Weinbau im Rahmen des europäischen Umstrukturierungsplans für die Weinindustrie im Niedergang. Ungarn, das auf dem gleichen Breitengrad wie Burgund liegt, hat ein kontinentales Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Die Niederschlagsmenge ist ausreichend für einen nicht bewässerten Weinbau, und die Böden sind je nach Region heterogen und von hoher Qualität. Mit etwa hundert autochthonen und internationalen Rebsorten verfügt das Land über eine gute Sortenvielfalt. Der Fürmint und der Hárslevelü aus der Tokajer Region, die trocken vinifiziert werden und die Grundlage der großen Tokajer Süßweine bilden, sind heute zweifellos die bekanntesten Sorten. Die am häufigsten angepflanzte Rebsorte ist der Olasrizling für Weißweine und der Kéfrankos für Rotweine. Internationale Rebsorten, hauptsächlich Bordeaux-Sorten, gedeihen besonders im Süden des Landes, wo sie Weine von hoher Klasse hervorbringen.

Zuletzt angesehen