Wie viel Wein sollte man für eine Firmenveranstaltung einplanen?

Eine schlecht kalkulierte Bestellung fällt sofort auf. Entweder stoppt der Service mitten in einer Rede, oder Sie gehen mit ganzen Kartons und einer unnötig hohen Rechnung nach Hause. Zwischen diesen beiden Extremen genügen einige Anhaltspunkte, um ins Schwarze zu treffen, vorausgesetzt, man geht vom Glas statt von der Flasche aus.
In Gläsern statt in Flaschen denken
Die Umrechnungsregel bleibt gleich. Eine 75-cl-Flasche entspricht sechs Gläsern à 12,5 cl, und auf dieser Basis erstellen Caterer für Unternehmen, wie Ensuite, ihre Schätzungen. Es bleibt die Frage, wie viele Gläser jeder Gast tatsächlich trinken wird, was hauptsächlich vom gewählten Format abhängt.
Sitzende Mahlzeiten
Für ein Geschäftsessen sind zwei Gläser pro Person eine solide Basis. Am Abend, aufgrund der Dauer des Essens und der entspannteren Atmosphäre, steigt diese Zahl auf drei. Bei einem Gala-Dinner, das in mehreren Gängen serviert wird, rechnet die Branche eher mit dem Äquivalent einer halben Flasche pro Gast. Konkret bedeuten zwanzig Personen bei einem Mittagessen etwa vierzig Gläser, also ungefähr sieben Flaschen.
Stehende Formate
Ein Stehempfang wird schneller konsumiert, ganz einfach weil die Gäste sich bewegen und kontinuierlich knabbern. Rechnen Sie mit einer Flasche für drei Personen, wenn Wein das einzige alkoholische Getränk ist, und mit einer für vier, sobald Bier angeboten wird. Der Rhythmus folgt übrigens einer recht regelmäßigen Kurve, mit zwei Gläsern in der ersten Stunde und dann einem Glas pro Stunde. Für einen Afterwork oder einen Abschiedsumtrunk reicht ein Glas pro Person.
Anpassung an Publikum und Saison
Diese Anhaltspunkte dienen lediglich als Ausgangspunkt. Ein Seminar mit einer Mehrheit von Dreißigjährigen wird nicht so konsumieren wie eine Jahresendfeier, zumal sich die Gewohnheiten schnell ändern. Der Anteil der Gäste, die keinen Alkohol trinken, nimmt deutlich zu, was es rechtfertigt, mindestens ein Drittel der Bestellung für alkoholfreie Getränke zu reservieren und einen Liter Wasser pro Person einzuplanen.
Die Saison spielt eine ebenso wichtige Rolle. Im Winter macht Rotwein etwa zwei Drittel des Weinvolumens aus. Mit Beginn der warmen Tage gleicht sich die Verteilung zwischen Rot-, Weiß- und Roséwein aus, während der Wasserverbrauch steigt. In jedem Fall sollten Sie eine Marge von 15 bis 20 % einplanen, denn ein Engpass mitten am Abend kostet wesentlich mehr als ein leichter Überschuss.
Berücksichtigung des geltenden Rahmens
Ein Punkt entgeht den Organisatoren oft. Am Arbeitsplatz sind nur Wein, Bier, Cidre und Poiré erlaubt, Spirituosen bleiben auch bei einem von der Geschäftsleitung organisierten Empfang verboten. Die Hausordnung kann diese Toleranz zudem weiter einschränken, insbesondere wenn bestimmte Posten ein Risiko darstellen. Überprüfen Sie diesen Punkt, bevor Sie die Getränkekarte bestätigen, um eine unangenehme Überraschung am Vorabend zu vermeiden.
Abstimmung der Bestellung mit Ihrem Caterer
Die Menge des Weins wird niemals isoliert entschieden. Ein reichhaltiges und würziges Buffet erfordert mehr Getränke als eine leichte Auswahl an Häppchen, so dass die Abstimmung mit dem Menü im Voraus besprochen werden sollte. Nutzen Sie die Gelegenheit, um zwei konkrete Fragen zu stellen: eine zur Rücknahme von ungeöffneten Flaschen, was oft möglich ist, die andere zur Organisation des Services. Mehrere Ausgabestellen erleichtern den Verkehrsfluss bei mehr als fünfzig Gästen.
Schließlich geben Sie den Bestand lieber schrittweise als auf einmal aus. So behalten Sie die Kontrolle über die Mengen, können direkt anpassen und den Abend ohne Verschwendung beenden.
